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Science goes Public! feiert Geburtstag

Science goes Public feiert Geburtstag – feiert mit uns in den Kneipen Bremerhavens.

Frau blickt durch Fernglas auf den Hafen
11. Sep. 2025
5 min read
Science goes Public! am Kneipentresen

Findet ihr nicht auch, dass „Science“ spannender klingt als „Wissenschaft“? Und verdreht ihr auch genervt die Augen, wenn euch jemand wissenschaftliche Themen erklären will, weil ihr einen langatmigen und trockenen Vortrag erwartet? Dann ist Science goes Public! genau das Richtige für euch! Denn hier verlassen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Labore und Institutionen und kommen zu euch in die Kneipe. Kurz und knackig, unterhaltsam und mit einer Prise Humor präsentieren sie euch die aktuellsten Themen, die uns alle brennend interessieren. Science goes Public! feiert Geburtstag – feiert mit uns!

Bremerhaven – Stadt der Wissenschaft

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass sich die Einrichtungen öffnen und mit einem seinerzeit neuen und ungewöhnlichen Format zu euch kommen? 2005 werden Bremerhaven und Bremen als erste deutsche Städte mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft“ ausgezeichnet. Seit nunmehr zwanzig Jahren begeistern die wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen mit Vorträgen, besonderen Führungen und Ausstellungen. In Bremerhaven, einem weltweit bedeutenden Wissenschaftsstandort, hat die Pier der Wissenschaft dann ihre Geburtsstunde. Über dreißig Mitglieder zählt die Kooperation. Mit dabei sind unter anderem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Thünen-Institut für Fischereiökologie, Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) Bremerhaven und noch viele mehr.

Fahne Pier der Wissenschaft
Wegweiser zu Science goes Public! (c) Erlebnis Bremerhaven

Wissenschaft zeigt „Gesicht“

Ziel ist eine lebendige Kommunikation zwischen Stadt, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mit den Bürgerinnen und Bürgern und auch den Instituten „ein Gesicht zu geben“. Im Alltag fertigen die Forschenden die notwendigen, aber oft seitenlangen, mitunter schwer verständlichen und trockenen Berichte an. Bei Science goes Public! stehen sie vor einer für sie ganz neuen Herausforderung. Außerhalb ihrer Labore oder steriler Kongresssäle präsentieren sie sich und ihren Arbeitsbereich in einem privat anmutenden Rahmen – in der Kneipe um die Ecke. Wen treffen sie dort an? Gibt es viele oder nur wenige Gäste? Hören wirklich alle zu oder wenden sie sich doch lieber ihrem Getränk und dem privaten Gespräch untereinander zu? Und dann die größte Herausforderung! Sie sind es gewohnt, alle Forschungsergebnisse mit Zahlen, Fakten, Daten, Formeln, Statistiken, Herkunftsnachweisen und vielem mehr zu belegen. Jetzt aber gilt es in nur dreißig Minuten höchst komplexe Themen verständlich und unterhaltsam auf den Punkt zu bringen. Das ist für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ganz neue Herausforderung. Und das Ganze darf dazu auch noch gern witzig und mit einem Augenzwinkern präsentiert werden.

Science goes Public! mit Erstaunlichem und Unglaublichem

Das gelingt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seit nunmehr neun Jahren erstaunlich gut. Denn allein die Titel der Science goes Public!-Vorträge zaubern uns Lauschenden schon oft ein großes Fragezeichen, ein Stirnrunzeln, ein verschmitztes Grinsen ins Gesicht oder verursachen ein leichtes Unbehagen. Das tritt durchaus ein, wenn im Mojo Coffee das Thema „Vom Regenwurm zum Sonntagsbrötchen“ lautet. Im Quartier No. 159 hören wir die Behauptung, „Was sich biegt, das bricht nicht – meistens…“. Ein Vortrag mit Gruselfaktor gibt es 2023 bei „Monsters auf the Seas“ in der Sportsbar Das Rüssel. Und wisst ihr, wie man Fingerabdrücke im Meer findet? Auch dieses Geheimnis wird 2023 gelüftet. Farbe kommt bei „Wir machen deine grauen Zellen grün!“ ins Spiel.

Sondereditionen

Science goes Public! widmet sich auch ganz speziellen Themen. Eine Sonderedition beschäftigt sich mit Proteinen. Hier geht es um Superfood Mikroalgen, Ackerbohnen und was in Zukunft auf unserem Grill landet. Eine andere Sonderreihe gibt es zum Thema Wasserstoff. Dabei geht es um ganz praktische Dinge: Wie kommt Wasserstoff in meine Heizung? Per Wasserstoff an die Nordseeküste oder auch, wie sieht das Wasserstoff-Ökosystem in Bremerhaven aus.

Dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durchaus Spaß an dieser anderen Art der Präsentation ihrer Arbeit haben, merkt ihr an den humorvollen Überschriften. Sie lassen auf den ersten Blick etwas ganz anderes vermuten als sich tatsächlich dahinter verbirgt. Denkt ihr bei „Dünner, jünger, schöner?“ nicht auch an gertenschlanke Models? Oder wenn „Sherlock Holmes“ nicht auf Verbrecherjagd geht, sondern sich mit 3D-Tomografie auf Tätersuche begibt. Der Direktor vom Historischen Museum Bremerhaven beweist, dass in Niedersachsen eine ganze Großstadt verschwunden ist.

Jubiläumsveranstaltung Science goes Public!

Na, neugierig geworden? Dann freut euch mit mir auf die Jubiläumsveranstaltung Science goes Public! 2025! Den „süßen“ Auftakt macht ein tolles Duo. Die Gewinnerin den Science Slam 2024 Laura Pareigis und Nahja Busse laden euch am 16. Oktober in die Sportsbar Das Rüssel ein. Es geht um Zucker, egoistische Bakterien und darum, was diese mit unserem Klima zu tun haben. Nur ein paar Türen weiter, im Quartier No. 159, stellt sich Dr. Walter Geibert der Angst machenden Behauptung: „Voll verstrahlt! Wer isst eigentlich Radioaktivität?“.

Weltweit gibt es etwa 62.000 Schiffe, die überwiegend mit fossilen Treibstoffen betrieben werden. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation hat beschlossen, dass bis zum Jahr 2050 alles klimaneutral sein soll. Kann das gelingen? Und wenn ja wie? Dieses Thema beleuchtet Dr. Nils Meyer-Larsen im Café de Fiets. Methanol ist ein wichtiger Energieträger. Aber wie kann das nachhaltig produziert werden? Und gelingt das vielleicht auch regional? Antworten darauf liefert Friederike Fontes im Kapovaz.

Großer Bildschirm in einer Kneipe beim Science goes Public mit Moderator und Publikum
Science goes Public! im Findus (c) Erlebnis Bremerhaven

2019/2020 fand die weltweit größte Arktis-Expedition aller Zeiten statt. Ausgerechnet die Heimat der Eisbären und die für uns „lebensfeindliche“ Region liefert uns die Antworten zum Klimawandel. Dr. Katja Metfies berichtet im Kralli von den Erkenntnissen, die die einzigartige Expedition mit der „Polarstern“ liefert. Äußerst provokant sorgt der Titel „Jedem Krüppel seinen Knüppel!“ für Entrüstung, wie ich vermute, nicht nur bei mir! Wie uns die erste deutsche Krüppelgruppe, wie sie sich selbst nennt, den Spiegel vorhält, erläutern uns Monika Eberlein und Dr. Kerstin Ras-Dürschner bei der Abschlussveranstaltung im Findus.

Science goes Public! – save the date

Na, ist euer Interesse geweckt und blockt ihr euch die Termine bereits in eurem persönlichen Kalender. Egal, ob ihr Newbies oder begeisterte Wiederholungshörinnen und -hörer seid, freut euch mit mir auf sechs tolle Science goes Public!-Vorträge. Bringt Freunde und/oder Familie mit und genießt einen geselligen und ganz besonderen Kneipenabend in Bremerhaven.

Logo Science goes Public!
Science goes Public (c) Erlebnis Bremerhaven
Frau blickt durch Fernglas auf den Hafen
Tanja Albert

Ich mag‘s bunt, und da hat Bremerhaven viel zu bieten: www.logbuch-bremerhaven.de/10-gute-gruende-fuer-bremerhaven.

Aber oft liegen die Schätze im Detail und finden sich in Kleinigkeiten wieder. Diese zu entdecken, macht mir immer viel Spaß.

Und wenn Ihr lieber Hören statt lesen wollt, dann lauscht doch mal unseren Story im Podcast: www.logbuch-bremerhaven.de/thema/podcast/.

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