Bremerhaven ist die Hauptstadt der Fischstäbchen. Täglich werden hier rund sieben Millionen Stück von den goldenen, knusprigen Stäbchen produziert. Seit über sechzig Jahren gehören sie zu den Lieblingsspeisen der Deutschen. Aber Bremerhaven ist auch das Zuhause der Fischbotschafter. Seit 1927 wurden in der damaligen Seefischlehrküche Frauen in der Kunst der schmackhaften Fischzubereitung ausgebildet und heute begeistern hier im Fischkochstudio die Fischsommeliers für die Vielfalt aus Neptuns Reich. Im Fischereihafen sind außerdem die weltweit bekannten Unternehmen wie Frosta, Deutsche See und frozen fish international Zuhause. Rund 4.000 Beschäftigte sind in Bremerhavens Fisch- und Lebensmittelwirtschaft tätig. Keine Frage also, dass hier bei so viel geballtem Wissen und Herzblut für das Produkt Fisch, die schmackhaftesten Fischrezepte in Hülle und Fülle kreiert werden.

Fisch geht immer – morgens, mittags, abends
Kein Wunder, denn allein in Deutschland gibt es knapp 200 heimische Fischarten. Schätzt mal, wie viele es weltweit sind!…. Rund 33.000 Arten gibt es! Hättet ihr es gewusst? Kein Wunder, dass es bei solch einer Vielfalt schier unzählige Zubereitungsarten und Rezepte gibt. So landet Fisch schon morgens auf unserem Frühstückstisch, ein knuspriges Fischbrötchen stärkt uns zwischendurch, Fischvariationen werden mittags kalt oder warm serviert und auch abends ist die hochwertige Proteinquelle Fisch gut bekömmlich.

Das Klima schonen mit Fisch
Hinzu kommt, dass Fisch in der Regel im Vergleich zu Fleisch klimaschonender und gesünder ist. Er verursacht weniger Treibhausgase und besonders kleine Schwarmfische und Muscheln hinterlassen einen geringeren CO²-Fußabdruck. Laut dem Institut für Energie- und Umweltforschung erzeugt Rindfleisch den höchsten CO²-Fußabdruck je Kilo Lebensmittel, gefolgt von Butter, Käse, Hähnchen und Schwein. Fisch – hier kommt es allerdings auf Herkunft und Fangmethode an – steht erst an sechster Stelle. Und ganz nebenbei ist Fisch natürlich auch noch gesund. Aber ganz abgesehen von gesundheitlichen und klimaschonenden Vorteilen schmeckt auch noch gut. Und da es zig Variationen gibt, sollte auch für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Fischrezpete aus aller Welt
Auf www.bremerhaven-erleben.de haben wir tolle Rezeptideen für euch zusammengestellt. Fischerlebnis, echte Küstenküche und Genuss pur! Das Tolle dabei ist, dass es jeweils ein „Rezept des Monats“ gibt. Und da in der Hafenstadt Bremerhaven viele Nationen zusammen leben, gibt es neben bekannter deutsche Küche auch viele Rezepte aus anderen Kulturen.

Tipp: Das tolle Rezeptbuch ist ein super Geschenk für alle Hobbyköchinnen und -köche unter euch! Ihr bekommt es in der Tourist-Info oder im Souvenir-Shop.
Fischrezepte – traditionell und/oder modern
Wie wäre es beispielsweise mit einem saisonalem Rezept, dem „Sommerlichen Zitronenpfeffer-Kabeljau„? Mit nur drei Zutaten zaubert ihr ein schmackhaftes und leichtes Gericht auf den Teller, mit dem ihr sicher auch eure Lieben oder/und Freunde begeistern könnt. Und ihr wisst ja, kochen ist eine kreative Angelegenheit. Seid also experimentierfreudig und probiert euch aus. Solltet ihr mal die eine oder andere Zutat eines Rezepts nicht im Haus haben oder bekommen, nehmt etwas Ähnliches und variiert das Rezept. Probiert euch aus!
Fischrezepte – Die Sommeliers wissen, wie’s geht
Wenn ihr absolute Neulinge seid, lasst euch von anderen nicht ins Bockshorn jagen. Fisch zuzubereiten ist nicht schwieriger als andere Gerichte. Wenn ihr euch nicht allein an den Herd traut, besucht unser Fischkochstudio im Schaufenster Fischereihafen. In der barrierefrei zugänglichen Showküche lassen sich die Fischsommeliers in die Töpfe schauen. Mit viel Esprit erfahrt ihr ganz nebenbei etwas über die Herkunft der Fische, die verschiedenen Fangarten und woran ihr erkennen könnt, ob der Fisch frisch ist.
Ihr werdet staunen, was für coole Zubereitungstipps sie für euch haben. Ihr benötigt nicht mal eine Pfanne und braucht keine Sorge zu haben, dass euer ganzes Zuhause nach Bratfisch riecht, wenn ihr den Fisch im eigenen Saft im Backpapierpäckchen gart. Die Themen der unterhaltsamen Kochshows sind vielfältig. Das Portfolio reicht von traditionellen Gerichten bis hin zu Surf & Turf, Burger und Tapas. Die rund anderthalbstündige Kochshow vergeht wie im Flug. Den krönenden Abschluss bietet das üppige Fischbuffet, das im Preis bereits enthalten ist. Genuss pur!

Feiert mit euren Gästen in der Profiküche
Ihr wollt eurer Feier einen besonderen Rahmen geben und eure Gäste überraschen? Dann ladet sie zur Party in die moderne und toppausgestattete Küche des Fischkochstudios ein. Euer persönlicher Fischsommelier nimmt euch herzlich in Empfang und hat schon alles für euch vorbereitet. Lästiges und zeitaufwändiges Einkaufen fällt also schon mal weg. Im Kühlschrank steht eine große Auswahl an gut gekühlten Getränken für euch bereit. Stoßt gemeinsam an und plaudert mit dem Kochprofi. Zusammen schwingt ihr dann die Kochlöffel. Ihr werdet erstaunt sein, wie einfach und schnell tolle Gerichte entsteht. Dann ist es Zeit Platz zu nehmen. Am schön und stilvoll gedeckten Tisch ist Zeit für Gespräche, Austausch, Tipps und Tricks und natürlich geselliges Schlemmen.

Seid ihr immer noch der Meinung, dass ihr nicht kochen könnt? Dann versucht es doch mal mit dem köstlichen Lachscarpaccio. Der Räucherlachs wird dünn aufgeschnitten. Mit einer leckeren Vinaigrette beträufelt und mit frischen Lauchzwiebeln und Radieschen garniert ist er zusammen mit einer Scheibe knusprigem Baguette ein Gaumenschmaus.
Bowls sind absolut im Trend. Eine leckere Variante ist auch die mit Zitronen-Knoblauch-Lachs-Baby-Spinat mit Glasnudeln, Rote Bete und Paprika. Auch hier müsst ihr nicht wirklich kochen. Lediglich die Glasnudeln müssen nach Packungsanweisung gegart werden. Der Lachs zieht mariniert im Ofen gar. Diese Bowl ist nicht nur Genuss pur, sondern sieht auch noch toll aus. Probiert das Rezept doch gleich mal aus.

Ich selber koche zwar gern, habe es allerdings nicht so mit dem schönen Anrichten. Auch dafür haben wir eine Lösung und das passende Rezept für euch. Probiert es doch mal mit der Bremerhavener Fischsuppe. Da kommt alles in einen Topf und wird hinterher mit einer Suppenkelle auf den Teller gegeben. Fertig und sooooo lecker!
Krabben, Granat, Garnelen – einfach lecker!
Wusstet ihr, dass das Zubereiten der Speisen aus dem Meer auch meditativ und entspannend sein kann? Holt euch dazu frische Krabben (auch Granat genannt), stellt eure Lieblingsmusik an oder setzt euch gemeinsam an den Tisch und fangt an, die köstlichen Garnelen zu pulen. Haltet mit Daumen und Zeigefinger die Krabbenkopf fest und mit der anderen Hand den Panzer. Nun dreht ihr eure Hände vorsichtig in entgegengesetzte Richtungen und löst Kopf und Schwanz voneinander. Zieht den Panzer vom Krabbenschwanz ab und löst dann das Fleisch aus dem Krabbenkopf. Fertig! Nach ein paar Versuchen werdet Ihr den Dreh schnell raushaben. Jetzt müsst ihr euch nur noch entscheiden, wie ihr sie genießen wollt. Klassisch auf herzhaftem Schwarzbrot mit Spiegelei oder vielleicht doch lieber mit Rührei. Egal wie, lasst es euch schmecken!
Den Krabben wird ein eigener Song gewidmet
Übrigens: Dem Krabbenpulen wurde sogar ein Song gewidmet: „Oh Karola, siet letzte Woch‘ is dat um me gescheh’n, ik hebb di inne Köök Krabbenpulen seh’n“.
Wer von euch einfach nur Spezialitäten aus dem Meer genießen möchte, findet in Bremerhaven neben den o. g. Branchengrößen auch tolle Manufakturen, in denen noch vieles liebevoll von Hand gefertigt wird. Dazu gehören unter anderem Abelmann Fischfeinkost und Ötken – die Fischmanufaktur. Über einhundert Jahre Erfahrung fließen in die Produkte von Fisch Franke. Und das schmeckt man! Wie auch bei Fiedlers Fischmarkt anno 1906 kommt hier Qualität in die Einkaufstüte. Der Fischmarkt wurde übrigens 2008 für „das Einkaufserlebnis, das alle Sinne anspricht und der Kombination von transparenter Produktion und historischer Ladenkulisse“ vom Seafood Star ausgezeichnet.
Immer der Nase nach
Nur ein paar Schritte weiter erreicht ihr das Fischerdorf. Kleine Holzhütten im Stil aus der Zeit um 1900 gruppieren sich um den Brunnen im Dorfplatz. In einer Räucherhütte wird nach dem Prinzip des Altonaer Ofens über offenem Feuer geräuchert. Ihr könnt es gar nicht verfehlen, denn der köstliche Duft des frischen Räucherfischs weist euch den Weg dorthin. Neben Aal, Makrele und Forelle frisch aus dem Rauch bekommt ihr hier auch oft Räuchereier. Habt ihr die schon mal probiert? Ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.
Räuchern lernen von den Profis
Und wer nicht genug von Räucherfisch bekommen kann, hat die Möglichkeit an Fiedlers Räucherkurs teilzunehmen. Aber zögert nicht zu lange. Der Kurs erfreut sich großer Beliebtheit und ist schnell ausgebucht.
Ein Fest zu Ehren des Matjes‘
Vom 10. bis 12. Juli 2026 wird den Leckereien aus dem Meer im Schaufenster Fischereihafen ein eigenes Fest gewidmet. Kommt und feiert mit uns die „Bremerhavener Matjestage“ und freut euch auf ein buntes Programm und jede Menge Spezialitäten aus Neptuns Reich.
Rezepte für (V)isch
Und hier noch eine Idee für all Diejenigen unter Euch, denen jetzt nicht das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, oder die vegetarisch leben. Versucht es doch mal mit Auberginen-Matjes. Ihr habt richtig gelesen! Der Matjes wird durch die Eierfrucht ersetzt. Und ich garantiere euch – es schmeckt! Ich habe es selbst ausprobiert und selbst Fischessende haben nicht erkannt, dass kein Matjes, sondern Aubergine enthalten ist. Der „Fischgeschmack“ wird durch Nori-Algen erzeugt. Im Netz findet ihr zahlreiche Variationen. Lasst es euch schmecken!
